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Info Luberon

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Luberon in der Provence

Das Luberon Gebirge, eine sechzig Kilometer lange, auf gut 1100 m ansteigende Kette von Kalksteinfelsen, erstreckt sich in West-Ost-Richtung von Avignon zwischen Cavaillon und Manosque.

Im Grand Luberon und im Petit Luberon, den beiden Teilen dieses südfranzösischen Naturparks (parc naturel régional du Luberon) der Provence herrschen Wälder oder landwirtschaftlich genutzte Felder vor und die Landschaft ist reizvoll ländlich geprägt. Das Engtal der Combe de Lourmarin trennt den Luberon in zwei etwas unterschiedliche Teile. Der höhere Grand Luberon im Osten ist stärker bewaldet, fruchtbarer und wirkt freundlich-anziehend. Der westliche Petit Luberon zeigt sich vergleichsweise unwirtlich und abweisend.

Wein, Getreide, Obst und Gemüse sind die wichtigsten Produkte der Gegend, die außerdem durch ihre Höhlen, ihre steilwandigen Täler und ihre auf Felshängen thronenden, malerischen Dörfer bekannt geworden ist.

Seltene Pflanzen und Tiere im Luberon machen die Region für Naturliebhaber so interessant. Im Hügelland vor den Bergen des Luberon trifft man überall auf stolze Bauerngehöfte und hübsche alte Dörfer, wie Bonnieux, Ménerbes, Oppède, Saignon und Lourmarin. Das Bergland des Luberon selber ist fast unbesiedelt.

In der Nähe des Luberon befinden sich weitere sehenswerte Lanschaften: Die Ockerfelsen von Roussillion, der Mont Ventoux, die Fontaine de Vaucluse und der Gorges du Verdon.

Cavaillon, das Tor zum Luberon ist eine geschäftige Kleinstadt am Ufer der Durance und hat es dank seiner Melonen zu Weltruhm gebracht: le melon de Cavaillon.

Von Cavaillon aus führen touristisch reizvolle Straßen in den sogenannten „kleinen Luberon“. Dörfer wie Oppède le Vieux mit seinem alten Schloss und den malerischen Gassen, Lacoste, das zu Füßen des Schlosses des Marquis de Sade entstand, oder Bonnieux, dessen Häuser und Gassen den Hang hinauf klimmen säumen den Weg zum Engtal durch welches man den großen Luberon mit dem pittoresken Lourmarin erreicht, das ein wunderschönes Renaissanceschloss sein eigen nennt. Auch die anderen Dörfer wie Ansouis, ebenfalls mit schönem Schloss und La Tour d’Aigues erreicht man über ruhige Landstraßen.

Nicht zu vergessen ist auch Gordes – eines der schönsten Dörfer Frankreichs – in dessen Mitte ein Schloss über die Häuser wacht. Außerhalb des Ortes kann man das prähistorische Bori-Dorf besuchen, kleine Hütten aus trocken gestapelten Feldsteinen. Die romanische Abtei von Sénanque besticht durch eine besonders harmonische Architektur und ist gerade zur Zeit der Lavendelblüte viel fotografiert. L’Isle-sur-Sorgue, das Venedig der Provence, mit seinen vielen Kanälen und Schaufelrädern zieht Antiquitätenliebhaber aus der ganzen Welt an, die den bedeutenden Antiquitätenmarkt besuchen. Ganz in der Nähe befindet sich eine mysteriöse Quelle in Fontaine de Vaucluse durch die das unterirdisch gespeicherte Wasser wieder austritt.

Weiter im Osten liegt das „Rote Dorf“ Rousillon, bekannt für seine Ockergruben, die der Stadt ihre Farbe gegeben haben. Ein Spaziergang durch diese einmalig schöne Landschaft ist ein Erlebnis für die Sinne.